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Erstaufführung in Frankfurt

Musical

Tom Sawyer und Huckleberry Finn - Familienstück

Ein Familienstück im Abendprogramm

Premiere und Spielzeiteröffnung am 18. September um 19:30 Uhr

Theaterstück nach Mark Twain mit Musik von Kurt Weill

Buch und Gesangstexte von John von Düffel Originalliedtexte von Maxwell Anderson

Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin

Datum Uhrzeit Notiz
Fr., 18.9. 19:30 Premiere
Sa., 19.9. 19:30
So., 20.9. 17:00 abweichende Anfangszeit!
Sa., 26.9. 19:30
Sa., 3.10. 19:30
Sa., 17.10. 19:30
Sa., 31.10. 19:30
Sa., 9.1. 2027 19:30
Sa., 30.1. 2027 19:30
Sa., 13.2. 2027 19:30 zum letzten Mal
Aufführungsdauer
ca. 2 h 30 min inkl. Pause
Altersempfehlung
ab ca. 10 Jahren

Crew

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Über diese Produktion

Tom Sawyer und Huckleberry Finn sind Hauptfiguren aus zwei Romanen des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain, die im 19. Jahrhundert am Mississippi spielen: Tom Sawyer ist ein Lausbub, der bei seiner Tante Polly lebt, während der freiheitsliebende Huckleberry Finn ein obdachloser Junge ist, der mit Tom befreundet ist. Gemeinsam erleben sie viele Abenteuer, die von Schatzsuche und Einbrüchen bis hin zu Mordfällen und der Flucht vor der Gesellschaft reichen.

Eine humorvolle und berührende Geschichte über die erste Liebe, die Bande der Freundschaft und der Kampf zwischen der Einhaltung des Versprechens und der Bedeutung von verantwortungsbewusstem Handeln werden durch musikalische Themen des Deutsch-Amerikaners Kurt Weill (Dreigroschenoper) untermalt und verdeutlicht.
Der Literaturklassiker von Mark Twain wurde mehrfach verfilmt.

„Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden!“

Auf der Grundlage von Mark Twains Roman "Die Abenteuer des Tom Sawyer" schrieb John von Düffel bereits 2014 eine primär für Schauspielensembles angelegte Bühnenfassung mit Musik unter Verwendung der fünf "Huckleberry-Finn-Songs" von Kurt Weill und weiterer, neu und frei betexteter Songs aus Kurt Weills amerikanischer Schaffensperiode.

Hintergrundinformationen des Regisseurs Niklas Maienschein

„Once upon a time in the west“ … Was wie der Beginn eines Märchens klingt, ist der Anfang einer Abenteuergeschichte, die sich gewaschen hat: eine Mischung aus Coming of Age und Krimi. Es geht ums Verlieben, es geht um Freundschaft, und es geht um die Aufklärung eines Mordes.

Wir befinden uns in einer beschaulichen Kleinstadt am Mississippi, in der sonst nie etwas passiert. Tom Sawyer, etwa zwölf Jahre alt, macht Tante Polly ganz schön zu schaffen: Ständig ärgert Tom den Stiefbruder Sid, und Mädchen sind interessanter als die Schule. Aus dem Zaunstreichen, der Strafarbeit, wird ein Geschäft, das Tom die Kinder der Stadt als Kunden beschert. Was Tante Polly nicht weiß: Tom möchte endlich den ersten Kuss erleben. Eigentlich mit Amy Lawrence, doch dann taucht plötzlich diese Becky Thatcher samt Vater auf.

Und es gibt noch einen Grund für Toms Unaufmerksamkeit, und dieser Grund heißt Huckleberry Finn. Huck hat weder Eltern noch ein Zuhause, geht nicht zur Schule, schläft, wo sich etwas findet, und muss niemandem Rechenschaft ablegen. Genau deshalb wird Huck von den Erwachsenen der Stadt gefürchtet. Ein Straßenkind, das auf die verrücktesten Ideen kommt. So wie in jener Nacht, als Tom und Huck auf den Friedhof schleichen, um Warzen zu beschwören. Stattdessen werden sie Zeugen eines echten Verbrechens: ein Streit, ein Messer, ein Toter. Und ein Betrunkener, dem die Tat untergeschoben wird und der sich am nächsten Morgen an nichts erinnert. Die Stadt hat ihren Schuldigen, doch die Kinder wissen, was sie gesehen haben. Sind sie mutig genug, die Wahrheit zu sagen und dafür alles aufs Spiel zu setzen, sogar das eigene Leben?

ZUM ABEND

Mit dem Familienstück „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ wagen wir eine heutige Perspektive auf eine Abenteuergeschichte, die den meisten bekannt sein dürfte. Wer Mark Twains Kinderroman auf der Bühne sehen möchte, wird nicht enttäuscht: Wir erleben einen Krimi, bei dem Witz und Spielfreude nicht zu kurz kommen. Zugleich rückt die Inszenierung das Stück in ein zeitloses Setting, das die Geschichte auch für heute lesbar macht. Sie zeigt, was wahre Freundschaft bedeutet und was es heißt, zu sich selbst zu stehen in einer Gesellschaft, die teils brutalen Traditionen und Gesetzen folgt, ohne diese zu hinterfragen.

BÜHNE UND KOSTÜM

Das von Tomas Kleiner gestaltete Bühnenbild gibt vorhandenen Materialien neue räumliche, szenische und poetische Möglichkeiten. Recycelte Elemente aus industriellen und landwirtschaftlichen Kontexten, darunter Teile des alten Zeltdachs des Papageno Theaters, werden in einem offenen, modularen System immer wieder neu zusammengesetzt und so mit unterschiedlichen Bedeutungen aufgeladen. Die reduzierte Formensprache löst sich bewusst von einer naturalistischen Rekonstruktion des Mississippi-Milieus im 19. Jahrhundert und entwickelt in Verbindung mit Licht und Projektionen einen wandelbaren, zeitgenössischen Bühnenraum.

Kostüm und Maske von Stefan Kohler erschaffen Figuren, die dazu passen: fremdartig, clownesk, intim, überzeichnet und ein wenig kaputt, irgendwo zwischen Dystopie und Dark Cabaret, jener Ästhetik des gesellschaftlichen Abgrunds, wie man sie mit Kurt Weill verbindet. Durch die Verfremdung von „Normalem“ entstehen verzerrte und eigenartige Charaktere, komisch unbequem. Hinter der Groteske aber steht die Realität, und das macht klar: Die sozialen Themen des Stücks sind gerade jetzt aktueller denn je.

ENTSTEHUNGSGESCHICHTE

Anfang 1950 arbeitete Kurt Weill mit seinem Librettisten Maxwell Anderson an einer amerikanischen Volksoper nach Mark Twains Romanen. Weill starb im April 1950 überraschend, das Projekt blieb unvollendet, übrig blieben fünf Songs. Rund sechzig Jahre später schrieb John von Düffel im Auftrag des Verlags Felix Bloch Erben und in enger Abstimmung mit der Kurt Weill Foundation ein neues Libretto. Die überlieferten Songs wurden eingearbeitet und um weitere, neu betextete Melodien aus Weills amerikanischer Zeit ergänzt. So entstand ein neues Weill-Werk, ein Schauspiel mit Musik.

Pressestimmen

„Zwar ist mein Buch hauptsächlich zur Unterhaltung von Jungen und Mädchen geschrieben, aber ich hoffe, dass es deshalb nicht von Männern und Frauen gemieden wird, denn ich beabsichtige mit diesem Buch unter anderem, Erwachsene freundlich daran zu erinnern, was sie selbst einmal waren, wie sie fühlten und dachten und redeten und welch seltsame Dinge sie manchmal unternahmen.“

Mark Twain

Einblicke in das Stück

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